Frostbedingte Außenputzschäden zusätzlich durch Innendämmung begünstigt

Als Auftragsgrundlage sollte durch den beauftragten Sachverständigen festgestellt werden, auf welche Ursache die vorliegende Außenputzbeschädigung zurückzuführen war.

Zu beurteilen war hier ein Putzausbruch an einem rund 80 Jahre alten Mehrfamiliengebäude an den westlich zugewandten Außenwänden.

Schadensbild durch Hohlstellen und Putzausbrüchen

Das grundsätzlich zu bewertende Schadensbild bezog sich auf ein eine Putzablösung des mineralischen Oberputzes im Dachgeschoss an einem westlich zugewandten Ziegelmauerwerk.

Hier brach der Oberputz auf einer Fläche von rund 2m² aus der Fassaden nahe der Fensteröffnung aus.

Zusätzlich konnte in der gesamten Fassadenbereich Hohlstellen sowie Risse im Außenputz von unterschiedlicher Qualität und Quantität festgestellt werden.

Die Putzablösungen selbst bezogen sich jedoch essenzielle nur auf die Dachgeschossebene.

Innendämmung begünstigte das Schadensbild

Wie bereits zuvor benannte lag zwar im gesamten Außenputz bereits eine zu erkennende Materialermüdung im Sinne der überschrittenen Nutzungsdauer vor.

Jedoch erklärte dieses nicht die erhöhte Schadensintensität im Obergeschoss des zu bewertenden Objektes.

An Hand einer weiterführenden Untersuchung wurde die gesamte, raumseitige Holzvertäfelung in diesem Bereich entfernt und ein erheblicher Myzellbefall (Schimmelpiltzbefall) vorgefunden.

Die durchgeführte Feuchtigkeitsmessung im dielektrischen Messverfahren ergab erhöhte Feuchtigkeitswerte.

Auch die präventiv durch geführte bauphysikalische Berechnung des Konstruktionsaufbaus ergab eine unzureichende Kondensationsmenge, so dass eine dauerhafte Befeuchtung des Mauerwerks vorlag.

Instandsetzung des Schadensbildes

Die Empfehlung der Schadensbeseitigung bezog sich auf Grund der bereits vorliegenden Materialermüdung des Außenputzes auf eine vollumfängliche Putzsanierung.

In diesem Zuge wurde die innenliegende Dämmlage gegen ein äußeres Wärmedämmverbundsystem ausgetauscht.

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