Herausforderungen bei nachträglicher Innendämmung der Dachflächen

Wohnraum im Bestand zu schaffen. Das ist immer mit Herausforderungen für den Handwerker und den Bauherren behaftet. Es gilt durch fachgerechte Konstruktionen, eine durchfeuchteten der Dämmung und den dadurch begünstigten Schimmelwachstum zu verhindern.

Erst recht wenn, wir in diesem Fall, nachträglich eine Zwischensparrendämmung eingebracht wird. In dem Fall ist es extrem wichtig, penibel auf die Anschlüsse zu achten. Bei einem Dachausbau sind viele Handwerker am Werk. Dachdecker, Zimmermann, Trockenbau, Tischler, SHK, Elektro, etc.

Jeder dieser Handwerker hat eine Schnittstelle im Ausbaugeschehen. Zum Beispiel werden Dachliegefenster als Lichtspender montiert. Diese Dachliegefenster müssen sowohl innen, als auch außen abgedichtet werden. Für die Sanitäranlagen werden Entlüftungssysteme geplant und montiert. Die Fenster werden meist mit Trockenbausystemen eingefasst. Der Trockenbau beplankt die Wände und Dachschrägen. Der Elektriker setzt die Hohlwanddosen für Steckdosen, Schalter und Beleuchtung. Bei allen diesen Arbeiten ist Gefahr groß, dass die luftdichte Folienhaut beschädigt wird. 
Kleinste Undichtigkeiten entscheiden heute über Erfolg oder Schaden.

Anspruchsvolle Aufgaben für Handwerker

Die Dämmarbeiten sind für den ausführenden Handwerker eine anspruchsvolle Aufgabe. Es müssen die Hohlstellen nicht nur sauber gefüllt sein, die Folie muss gut gespannt und luftdicht verklebt sein. Der Anschluss der Folie muss auch ohne Unterbrechungen zum Mauerwerk erfolgen. Hier in diesem Punkt liegt beim nachträglichen Dachausbau die größte Schwierigkeit. Denn oft kommt man nicht so einfach an diesen Bereich heran. 

Um eine undichte Stelle zu finden, empfehle ich nach der Abdichtung einen Blowerdoortest machen zu lassen. Hier erkennt man sehr schnell, wo noch Handlungsbedarf besteht. Diesen kann der Handwerker dann schnell beheben. Dann erst, kann der Innenausbau starten. 

Verantwortung mit Folgen

Die Folgegewerke stehen in der Pflicht umsichtig zu arbeiten. Absprachen unter den Handwerkern zu Konstruktionsdetails und eine gute Planung setzten ein erfolgreiches Ergebnis voraus. In der Regel begleitete ein Bauleiter die Planung und die Ausführung. 

Das allerdings immer mal etwas passiert, erkennt man gut auf den Bildern. Einige undichte Stellen in den Schnittbereichen.

Was im Fensterbau, im Bereich der Fensterbankanschlüsse zum Putz als Gewerkeloch bezeichnet wird, kann hier getrost auch als Gewerkeloch tituliert werden.  

Durchdringungen von konstruktiven Profilen aus Metall, bilden eine gute Wärmebrücke durch die Dämmung. Eine gute Lösung ist hier die Verwendung von Holz als konstruktive Möglichkeit. 

Ein hohes Maß an Sorgfalt ist bei solchen Umbauten von Nöten. In den gezeigten Bereichen kommt es nicht nur zu Zugluft, sondern hier dringt die in der Luft gebundene Feuchte in die Dämmung ein. Die Folge ist eine Kondensation der Feucht in der Dämmebene. Die Dämmung säuft so zu sagen ab. Hierdurch entstehtein Dämmverlust und der optimale Nährboden für den Schimmelwachstum. 

Gesundheits- und Bauschäden sind die Folge. 

Damit genau das nicht passiert, ist es eine unserer wichtigsten Aufgaben, alle am Baubeteiligten fortwährend für dieses Thema zu sensibilisieren. Sollten Sie unsicher sein, ob die Ausführung Ihres Dachumbaus fachlich richtig ausgeführt ist, wenden Sie sich an einen Sachverständigen.

Autor Marc Schütt – www.tischler-sv.nrw

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